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Unter - Kralowitz (Dolní Kralovice) - Geschichte Unterkralowitz

Beigetragen: Dieter Pohl

Ursprünglich war Unterkralowitz ein Städtchen im Tal der Zeliwka. Dieses wurde seit 1963 durch den Bau der Talsperre Schwihau aufgegeben und südöstlich an anderer Stelle neu angelegt. Der Ort liegt im Unterkralowitzer Becken am Nordwesthang der Böhmisch-Mährischen Höhe.

Erste Nachrichten über den Ort als Mittelpunkt des Sprengels des Königin Swatawa stammen vom Ende des 11. Jahrhunderts, als das Gebiet in das neu errichtete Kapitel Vyšehrad eingebracht wurde. Erstmals urkundlich vermerkt wurde Kralowicz 1352 in der Besitzbestätigung durch Karl IV. 1436 überließ Kaiser Sigismund den Ort an den Ritter Oldřich Močihub, es folgten bis 1547 die Nachkommen des Nikolaus Trčka von Leipa, danach Voračický z Paběnic und seit dem Ende des 17. Jahrhunderts die Grafen Trauson zu Falkenstein. 1766 erwarb Karl Josef Palm von Gundelfingen die Herrschaft. 1844 kaufte Wilhelm Vincenz Fürst von Auersperg Unterkralowitz. Nach dem Aussterben der Linie im männlichen Glied erbten die Grafen Trautensdorf 1942 das Schloss, welches sie bis 1945 besaßen. Nach der Ablösung der Patrimonialherrschaften wurde Unterkralowitz 1850 Sitz eines Gerichtsbezirkes im politischen Bezirk Ledetsch an der Sasau. Der Flecken war Mittelpunkt eines ländlich geprägten Raumes mit kleinen Bauerndörfern. 1960 erfolgte die Eingemeindung des Nachbarortes Horní Kralovice. Gravierende Folgen für den Ort hatte der 1963 beschlossene Bau einer Talsperre an der Zeliwka, die die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt Prag sichern sollte. In den 60er Jahren begann der Bau einer neuen Siedlung. 1974 versank das alte Unterkralowitz zusammen mit Oberkralowitz und Lipschitz im Stausee.

Im Ort bestand seit dem 15. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die in dieser Zeit einen Friedhof und hundert Jahre später die Synagoge errichtete. Die Synagoge wurde von 1951 bis 1969 von der Hussitischen Kirche als Tempel genutzt.

Vor der Überflutung wurden die wertvollsten jüdischen Grabstelen des nach Trhový Stěpánov verbracht. Die Statue der Jungfrau Maria wurde im neuen Ort aufgestellt. Untergegangen sind jedoch die Kirche Johannes des Täufers, das Schloss Unterkralowitz und der jüdische Friedhof.


Eingegeben: 3.3.2007



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