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Heinrichsberg (Jindřichova Hora) - Geschichte

Beigetragen: Gruber Markus

Jindřichova Hora (Heinrichsberg, im Volksbund „Hengerschberg“) wurde vermutlich 1696/97 gegründet, als man den Wald rodete, um neues Ackerland zu bekommen. Benannt wurde das neue Dorf nach Georg Heinrich von Stadion, dem Herren von Trhanov. Daneben gab es damals aber auch noch den Namen „Neudörfl“. Die Böden waren schlecht, im Jahre 1713 hatten von den 13 Siedlern nur acht eine Kuh. Im Jahre 1839 hatte der Ort 28 Häuser mit 271 Einwohnern, die von Hafer-, Kartoffel- und Flachsanbau lebten oder Holzarbeiter waren. Im frühen 18. Jahrhundert befand sich hier eine kleine Glashütte, über die zwar nichts bekannt ist; jedoch berichten Bewohner, dass noch um 1940 immer wieder Glasreste aus dem Boden auftauchten. 1930 lebten in Heinrichsberg 250 Einwohner, 1945 hatte das Dorf 43 Häuser, womit es eines der größeren Dörfer der Pfarrei Wassersuppen (Nemanice) war. Politisch gehörte es zur Gemeinde Haselbach (Lísková), die Kinder gingen nach Sophienthal (Černá Řeka) zur Schule. Die Bewohner waren in der Vorkriegszeit sehr arm und durften nur das Reisig und das Kleinholz sammeln, wenn die verhältnismäßig reichen Bauern der Waldgenossenschaft von Schmalzgruben (Nemaničky) Holz gehauen hatten. Für die eigenen Tiere reichte oft nicht einmal das Futter, so dass die sogenannten Grasweiber mit riesigen Körben lange Strecken gingen, um Gras nach Heinrichsberg zu bringen. Einige arme deutschstämmige Familien nahmen in den 1930er Jahren die tschechische Staatsbürgerschaft an. Bei Kriegsende 1945 war Heinrichsberg von den Kampfhandlungen zwischen der Wehrmacht und der US-Armee betroffen, insgesamt drei Bewohner starben. Nach der Vertreibung 1946 wurde ein Großteil der Häuser abgerissen, heute stehen in Jindřichova Hora überwiegend Wochenendhäuser.
Quelle: Markus Gruber, Wassersuppen-Mauthaus-Haselbach (Nemanice-Mýtnice-Lísková), Waldmünchen 2012, S.28f.


Eingegeben: 26.5.2015



Kommentar und weitere Informationen


Stará Huť/Althütten [Alexej Kokorev, Cheb 30.11.2015 22:42] | Reagieren
Sehr geehrter Herr Gruber,
ich habe schon mehrmals über das angebliche Bahnhofsgebäde in Stará Huť gelesen. Ich war überrascht, als ich in Ihrem Beitrag gelesen habe, dass es nur ein Mythos sei. Haben Sie noch andere Beweise außer dem Foto? Ich sammle Materialien für einen Artikel.
Vielen Dank
Alexej Kokorev
Cheb/Eger
čp 10 [Olga Kadlecová 20.8.2019 17:54] | Reagieren
Narodila jsem se v roce 1956 v domě čp. 10, který již dnes nestojí. Protože v rodině není žádná tehdejší fotografie, velmi by mne potěšilo, kdyby ji někdo měl. Naše rodina se přestěhovala v mých 5-ti nebo 6-ti letech do domu čp 22. Já si bohužel vůbec nepamatuji, jak dům vypadal. Děkuji za jakoukoli zprávu či vzpomínku.
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