EinloggenEinloggen AnmeldenAnmelden  ČeskyČesky
Brenn Poritschen-Synagoge (Spálené Poříčí-synagoga) - Geschichte der jürdischen Besiedlung, der Synagoge und des jüdischen Friedhofs

Beigetragen: Pavel Frýda

Die ersten jüdischen Familien wurden durch die Obrigkeit direkt nach dem 30-jährigen Krieg im 17. Jh. in die Stadt berufen. Sie sollten die wirtschaftliche Situation des Ortes, der durch die durchziehende Armeen und Brandschatzungen fast völlig zerstört war, verbessern. Noch vor 1670 wurde hier eine Synagoge erwähnt. Die jüdischen Häuser konzentrierten sich in der Gegend der heutigen Tyršova ulice. Noch heute erkennt man, welche Häuser einst jüdischen Bewohnern gehörten. Ende des 18. Jh. wurden die jüdischen Häuser mit römischen zahlen gekennzeichnet, übrigen Häuser mit arabischen Ziffern. Später erhielten zwar alle Häuser die gleichen Ziffern, die römischen blieben jedoch weiterhin angebracht.
Zu Beginn des 18. Jh. wurden 7 jüdische Familien gezählt, 1880 waren es dann 160. In den Folgejahren sank die Anzahl wieder auf 108 (1900), 337 (1921) und 23 Einwohner im Jahr 1930. Im zweiten Weltkrieg erfolgte Deportation von 8 Personen ins KZ, dessen Folgen nur 2 Frauen überlebten. Weitere 2 Personen wurden von den Einheimischen im Nachbarsdorf versteckt. Im ehemaligen Ghetto sind zwei interessante Häuser übrig geblieben. Das Weil-Haus Nr. 159 mit ursprünglichem Gewölbe und Steinportalen mit hebräischen Inschriften sowie das Lederer-Haus Nr. 161 mit einem Laubengang und „schwarzer Küche“. Dieses Gebäude wird heute als Gasthaus und Pension Joachim Lewidt betrieben. Der Name erinnert an den ältesten jüdischen Eigentümer des Gebäudes.
Die Synagoge befand sich östlich dieses Hauses seit den 60er Jahren des 17. Jh. Es handelte sich um ein Rokoko-Gebäude, in dem sich vermutlich auch ein Ritualbad befand. 1926 kam es durch eine teilweise Zerstörung des Gebäudes durch Hochwasser, später sank die Zahl der Gläubigen und wegen starker baulicher Schäden wurde sie schließlich 1946 abgerissen. Am Platz der Synagoge ist ein Denkmal geplant.
Im Nordwesten der Stadt befand sich ein jüdischer Friedhof (heute Pražská ulice). Der Friedhof nimmte eine Fläche von 1036 m2 ein. Erhalten blieben 250 Grabmale, die ältesten stammen aus dem Ende des 18. Jh. Die letzte Bestattung fand 1936 statt. Die Friedhofsmauer und der Friedhof selbst wurde in den letzten Jahren durch die Stadtverwaltung restauriert.







Eingegeben: 30.8.2007



Kommentar und weitere Informationen


Kein Datensatz

 Kommentar und weitere Informationen
Name:
E-mail:
Pokud chcete automaticky zaslat odpovědi, uveďte Vaší emailovou adresu (v platném tvaru např. ja@seznam.cz). V rámci antispamové ochrany nebude Váš email nikde zobrazen. Poslouží pouze pro automatické zaslání odpovědí na Váš příspěvek.
Thema:
Kommentar/Präzisierung:  
V rámci ochrany proti spamovým příspěvkům opište číslo 86 do následujícího políčka:

   





Více informací ZDE

Trocha reklamy na podporu webu:
TOPlist