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Asch - Evangelische Kirche (Aš - evangelický kostel) - Evangelische Kirche in Asch

Beigetragen: Dieter Pohl

1200 befand sich in Asch eine kleine Holzkirche, zu der auch die Gebiete Neuberg, Krugsreuth, Thonbrunn und Grün sowie die Pfarreien Adorf und Bad Elster im Vogtland und die bayerischen Dörfer waren Schönlind, Neuhausen, Lauterbach, Wildenau und Teile von Reichenbach und Mühlbach gehörten.

Um 1270 widmeten die Plauener Vögte das Ascher Kirchengebiet dem Deutschherrenorden, der dann die Verantwortung für das kirchliche Leben übernahm. 1370 erbauten sie eine steinerne Kirche des heiligen Ludwig geweiht. Der quadratische Unterbau des Turmes überdauerte alle weiteren baulichen Veränderungen. Im16. Jahrhundert bekannte sich das Gebiet um Asch zum lutheranischen Glauben. 1542 fanden die ersten Gottesdienste statt, in dem das Heilige Abendmahl in Brot und Wein ausgeteilt wurden. Um 1560 endete dann endgültig der Einfluss des katholischen Deutschherrenordens.

Der Grundstein zur ersten evangelischen Ascher Kirche wurde am 1.Mai 1622 gelegt, die Eiwnwihung fand am Adventssonntag astatt. Während des 30-jährigen Krieges zwang eine kaiserliche Kommission die Herren von Zedtwitz unter Androhung des Landesverweises, den \"neuen Glauben\" aufzugeben. Sie aber beriefen sich auf ihre seit dem 13. Jh. verbrieften Rechte und betonten im übrigen ihren sonstigen Gehorsam gegenüber dem Kaiser. Gottesdienste wurden im Wald gefeiert oder auch in den bayerischen Dörfern, die weltlich zum protestantischen Brandenburg gehörten. Erst nach dem westfälischen Frieden von 1649 beriefen sie wieder evangelische Geistliche nach Asch.

1682 wurde der Kirchturm durch eine achteckige zweifache Kuppel (Zwiebelturm) erhöht. 1747 wurde der Grundstein zu einem Kirchenneubau der neuen Dreifaltigkeitskirche gelegt. Diese Kirche hatte drei Emporen und mehr als 2500 Sitzplätze. Sie überstand Brände von 1781, 1814 und 1872 und auch die beiden Weltkriege. Um 1900 baute man drei Pfarrhäuser gegenüber der Kirche.

Nach der Vertreibung der Deutschen (1945/46) gab es nur noch eine kleine deutsche evangelische Gemeinde.
1958 begannen auf Drängen von Fachleuten des Denkmalschutzes in Prag umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Ascher Kirche. Der tschechische Staat hatte bereits eine halbe Million Kronen in die Wiederherstellung der Bildwerke und der Orgel investiert. Am 19. Januar 1960 explodierte ein in der Kirche zur Trocknung aufgestellter Naphta-Ofen und setzte das Gebäude in Brand.

Heute findet man auf dem ehemaligen Platz, auf dem sich das Gotteshaus befand nur eine Grasfläche mit dem Luther-Denkmal vor.


Eingegeben: 8.3.2007



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Untergang der Ascher Kirche [VM 18.7.2007 22:42] | Reagieren
Es musste sich um eine Brandstiftung handeln.
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