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Försterhäuser (Myslivny) - Geschichte

Beigetragen: Michal Urban

Die Siedlung Förstenhäuser liegt an der Straße von Gottesgrab nach Bergstadt Platten, in der Nähe der historisch bedeutenden Kreuzung der Handelswege von Rittersgrün in Sachsen über Försterhäuser über Goldenhöhe nach St. Joachimsthal. In der Vergangenheit erstreckte sich das Dorf zu einem entlang der Gottesgrab-Straße, zum anderen entlang des Weges vom Fluss Schwarzbach Richtung Gottesgaber Spitzberg (1115 M.ü.M.). Während sich die heute noch stehenden Häuser am Schwarzbach auf 960 Meter Meeresshöhe stehen, befanden sich die Häuser unterhalb vom Spitzberg bis auf 1000 Meter Höhe.

Der größte Teil der Häuser (13), gehörten vor dem 2. Weltkrieg zu Gottesgrab, der kleinere teil (5 Häuser) zu Rýžovn. Seit 1961 gehört das gesamte Dorf zu Gottesgrab.

Die zerstreute Siedlung entstand vermutlich wie Gottesgrab in den 30er Jahren des 16. Jh. In ihm wohnten zu Beginn ebenso Bergbauarbeiter. Eines der ersten Häuser kann aber auch das Forsthaus an der Kreuzung der Handelswege gewesen sein. Durch Förstenhäuser verläuft der 1540 erstellte Plattner Kunstgraben, durch den Wasser aus den umliegenden Moorgebieten in die Bergwerke transportiert wurde. In der Umgebung wurde zur damaligen Zeit Zinn gefördert.

Nachgewiesen sind Försterhäuser 1720 auf Müller Karten Böhmens.

Zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg lebten im Dorf um 120 Einwohner, meist Landwirte. Zum größten Bauer gehörte Josef Wolf mit 17 Hektar Land. Weitere Bewohner lebten von Waldarbeit und Klöppeln. In der Siedlung gab es sogar eine einklassige Schule und bis 1946 Gastwirtschaft Zur Waldesstille, sowie ein Gemischtwarengeschäft, Trafik und zwei Holzhandelshäuser.

Vom 10. 5. 1929 bis 9. 4. 1930 und Ende Juni 1931 bis 31. 5. 1932 lebte im Haus von Philipp Kraus der berühmte griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis. In der Zeit seines Aufenthalts beendete er die dritte Version seines Opus Odyssee, eines seiner größten Werke. Außerdem begann und konzipierte er hier weitere bedeutende Werke wie die Tragödie Julianos (1939) oder den Roman Michalis, Freiheit oder Tod (1953). Während seines zweiten Aufenthalts entwarf er Filmszenarien. An seinen Aufenthalt erinnert das Denkmal am Marktplatz in Gottesgrab. Es handelt sich dabei um eine abstrakte Metallplastik seines Landmanns Nikosa Armutidis mit Inschrift und Vers aus seiner Odyssee.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Gottesgaber teil völlig vernichtet, von den 5 Häusern im unteren Ortsteil blieb nur dass Forsthaus und einweiteres Haus stehen. 1954 wurde Schwarzbach gestaut und es entstand ein Trinkwasserreservoir für St. Joachimsthal. Die Talsperre ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.


Eingegeben: 25.6.2006



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