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Wohlau (Volyně) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Wohlau ist von der ehemaligen Stadt Preßnitz 6,2 km östlich entfernt. Es liegt im Sattel des Bergausläufers in Richtung Brunnersdorf in der Seehöhe 725 m südwestlich von Sonnenberg, zu dem sie gehört hat. Es war eine typische Berggemeinde mit Fachwerkhäusern, frei an beiden Bachufern zerstreut. Durch eine Straße wurde das Dorf in zwei Teile getrennt. Auf dem linken Ufer oberhalb der Straße, die zum Brunnensdorfer Freibad führte, steht noch heute ein frühgotisches Kirchlein des heiligen Peter und Paul vom Ende des 13. Jahrhunderts, das im 15. und 17. Jahrhundert umgebaut wurde. Der Bau befindet sich in einem nicht guten Stand, nur das Dach wurde repariert. Rund 80 m nördlich des Kirchleins steht auf Wiese ein Sühnkreuz aus Sandstein und auf der anderen Seite, hinter dem Bach in einem Sumpfgebiet, noch ein weiteres Kreuz aus dem 16. Jahrhundert.

Obwohl das Alter des Kirchleins durch eine Untersuchung nachgewiesen wurde, die ersten Eintragungen über die Existenz der Gemeinde stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Ortschaft ist hierzu als Wolaw, Wolow und im Jahre 1431 Wolynye bezeichnet. Die Ortschaft gehörte damals dem Geschlecht des Schönburger, später dem Geschlecht des Lobkowitzer. In Wohlau war ein freies erbliches Dorfgerichtehaus, dessen Inhaber „der Herr“ genannt wurde. Er war von Robot befreit und zum Gericht gehörten außer der Gemeinde Wohlau auch die Dörfer Tribischl und Zieberle. Der Dorfrichter hatte das Recht, so viel Bier zu brauen, was er „vor seiner Tür“ verkauft. Im 18. Jahrhundert wurde dieses Dorfgerichtehaus zu einer Gaststätte umgewandelt.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Wohlau völlig verwüstet, aber bald war es wieder erneuert. Im Jahre 1654 lebten dort 21 Häusler und ein Bauer, wahrscheinlich der Richter, weil er eine Schenke hatte. Weiter lebten in der Gemeinde 6 sog. Gärtner, was die Bezeichnung für kleine Bodenbesitzer ohne Eigenvieh war.

Die erste Schule wurde hier im Jahre 1690 gebaut, aber eine Schule musste dort schon früher gewesen sein, weil eine Eintragung über die Taufe eines Kindes des Wohlauer Rectors aus dem Jahre 1680 stammt. Bis zum Jahre 1878 besuchten die hiesige Schule auch die Kinder von Zieberle und Tribischl. Ein weiteres Schulgebäude wurde im Jahre 1884 unterhalb der Kirche errichtet.

In der Nähe der Gemeinde wurde auf der Peter und Paul Zeche Magnetit gefördert. Der Betrieb dauerte jedoch nicht lange. Bis zum Jahre 1848 war auch ein Kalksteinbruch in Betrieb.

Im Jahre 1748 waren in Wohlau 35 Häuser und eine Mühle, bis zum Jahre 1787 stieg die Zahl der Häuser auf 43. Die Eintragungen vom Ende des 19. Jahrhunderts berichten beispielsweise über ein hiesiges gesundes Klima, wo die Leute bei voller Kraft ein hohes Alter erreichen. Im Jahre 1880 war hier eine freiwillige Feuerwehr gegründet, im Jahre 1893 wurde ein neuer Friedhof angelegt und im Zeitraum 1896-7 wurde eine neue Straßenverbindung von Wohlau nach Reischdorf gebaut.

Im Jahre 1850 wurde Wohlau eine selbständige Gemeinde, 100 Jahr später wurde sie Sonnenberg angegliedert und zum 1.1. 1975 wurde sie wegen der Aussiedlung vollkommen aufgelöst. Die Gemeinde wurde zum 1.1. 1999 wieder erneuert, weil sie außer zahlreicher Erholungsgäste auch wieder neue ständige Einwohner gewann.

Eingegeben: 15.4.2005



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