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Zieberle (Úbočí) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Zieberle oder tschechisiert Cíbrle genannt, ist das kleinste Dorf des ehemaligen Bezirkes Preßnitz. Dieser Ort liegt etwa 8 km südöstlich vom ehemaligen Preßnitz, auf einer Seehöhe von 720 m. Wenn man auch heutzutage die Ortsmitte nur noch nach drei Kirschbäumen, einer alten Linde und einigen Weiden erkennen kann, ein Haus auf ihrem Kataster ist schon dauerhaft bewohnt, und deshalb wurde Zieberle zum 1.1. 1999 wieder amtlich erneuert.

Das Dorf war vom Wald umgeben und dessen Einwohner waren meistens Landwirte oder sie arbeiteten im Wald. Keine Stromleitung führte hierher, auch keine Wasserleitung war vor Ort, nur am Dorfplatz war ein Brunnen, von welchem Wasser für Haushalte und auch fürs Vieh entnommen wurde. Der erste bekannte Bericht über die Existenz von Zieberle stammt aus dem Jahre 1236. Zu diesen Zeiten war dieses Gebiet aus Kaaden verwalteter Fürstenbesitz. In der Hälfte des 14. Jahrhunderts bekam der damals mächtige Stamm der Herren von Schönburg das Preßnitzer Gut von Karl IV. zum Lehen. Dieses Gut haben diese in den Hassensteiner und Pürsteiner Teil zergliedert. Zieberle befand sich im südlichen Pürsteiner Teil, mit welchem dieser Ort auch weiterhin sein Schicksal teilte. Das bedeutet, dass es im Jahre 1446 durch Verkauf an die Lobkowitzer von Hassenstein übertragen wurde. Bei der Aufteilung des Geschlechtseigentums im Jahre 1490 bekam außer anderem Zieberle der bekannte Humanist Bohuslav der Hassensteiner von Lobkowitz. Seit der Hälfte des 16. Jahrhunderts gehörte dann Zieberle zum sog. „Sonnenberger Anteil“, der auch Teil der Lobkowitzer Herrschaft war. Im Jahre 1594 fiel der letzte Besitzer vom Stamm Lobkowitz, Georg Popel, beim Kaiser in Ungnade und sein gesamtes Eigentum wurde beschlagnahmt. Im Dorf lebten damals nur 5 Untertanen.

Bis zum Jahre 1850 gehörte Zieberle zur Preßnitzer Herrschaft, die abwechselnd entweder direkt unter Verwaltung der königlichen Kammer, oder in Verpfändung verschiedener Herren war. Im Jahre 1826 kaufte die Herrschaft der Fürst von Schönburg-Waldenburg, aber schon 6 Jahre später hat er diese an die Gräfin Gabriela Buquoy, der Eigentümerin der Herrschaft Rothenhaus, verkauft. Zu ihren Zeiten wurden im Jahre 1850 die Gemeinden zu selbständigen Verwaltungseinheiten und auch Zieberle wurde zur Gemeinde. Zur Ortschaft Sonnenberg wurde dieses Dorf erst im Jahre 1950 zugeführt. Die Einwohnerzahl ist aber immer geringer geworden, wie auch die Tabelle zeigt, im Jahre 1967 wurde Zieberle nach der Aussiedlung amtlich aufgelöst.

Soweit hier noch Menschen lebten, gingen diese in die Kirche nach Wohlau, dann nach Sonnenberg, wo sie ab dem Jahre 1853 auch den Arzt hatten. Die Kinder hatten die Schule in Sonnenberg. Ab dem 17. Jahrhundert gehörte zu Zieberle auch die Mühle, Klingermühle genannt, zu der später auch eine Bäckerei gehörte.

Eingegeben: 15.4.2005



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