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Tschoschl (Stráž) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Tschoschl lag 9,6 km nordwestlich von Komotau, auf einer Seehöhe von 725 m. Der Kataster der Gemeinde hatte 388 ha. Tschoschl hatte immer genügend Wasser, denn außer drei Bächen gab es hier auch viele Brunnen. Die Ortschaft hatte ursprünglich zwei Namen - Czasslau (Czaslab), bedeutete den Czasslauer Hof, und Tschoschl. Diese zweite Benennung bezeichnete den Standort, von dem man im Falle einer Bedrohung mit Feuer Warnzeichen gab. Die deutsche Bezeichnung ist durch die germanisierte Bezeichnung Czasslau entstanden.

Der erste schriftliche Bericht über die Existenz von Tschoschl stammt aus dem Jahre 1228, als Tschoschel mit dem Gut Krima und weiteren Dörfern dem Deutschen Ritterorden in Komotau zufiel. In den weiteren Jahrhunderten bestehen über Tschoschl nur unbedeutende Erwähnungen, immer im Zusammenhang mit der Komotauer Herrschaft. Zum Beispiel im Urbar aus den Jahren 1560 bis 1563 werden in Tschoschl eine obere und eine niedere Mühle und 20 Ansässige, die ein Haus mit Grundstück besitzen und Steuern zahlen, angeführt. Insgesamt konnten hier ca 5-6x mehr Personen leben. In Tschoschl gab es ein freies Gericht, angegeben in den Jahren 1598 - 1612. Ein weiterer Bericht aus dem Jahre 1563 sagt über einen Forellenbach in Tschoschl und einem Wirtshaus aus, das verpflichtet war. Bier aus Komotau zu beziehen.

Als im Jahre 1594 Georg Popel von Lobkowitz, Besitzer der Komotauer Herrschaft, zu der Tschoschl immer noch gehörte, beim Kaiser in Ungnade fiel und ihm alles beschlagnahmt wurde, wurde Tschoschl einige Jahre gemeinsam mit dem anderen Eigentum von den königlichen Beamten verwaltet. Erst im Jahre 1605 kaufte dies gemeinsam mit weiteren Dörfern die Stadt Komotau, welche sich selbst gerade freikaufte und zur königlichen Stadt wurde. Damals gab es in Tschoschl 22 Untertanen.

Komotau hat Tschoschl an sein Gut Schönlind angeschlossen und von hier aus wurde das Dorf bis zum Jahre 1850 verwaltet. Nach Schaller standen im Jahre 1784 in Tschoschl 29 Häuser. Eine einklassige Schule gab es hier seit dem Jahre 1875, vorher gingen die Kinder in Krima zur Schule, wo eine Schule schon seit dem 16. Jahrhundert war.

An der Straße von Tschoschl nach Krima, etwa 800 m von dem Krimaer Bahnhof entfernt, bildet der Krimaer Bach einen Teich, dessen Wasser eine Mühle und ein Sägewerk angetrieben hat. die Dachschindel herstellten. Später veränderte sich die Mühle in ein Försterhaus, das bis heute noch steht, obgleich es unbewohnt ist.

Die Einwohner von Tschoschl lebten hauptsächlich von der Viehzucht und Landwirtschaft. Unter Berücksichtigung der Seehöhe konnte man hier aber nur Kartoffeln, seltener auch Hafer, Roggen, Dorschen, Wicken und Rotklee anbauen. Ein Teil der Frauen hat durch Spitzenklöppeln und Perlenstickerei mitverdient. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Tschoschl 4 Holzhändler, 4 Zimmerer, 2 Maurer, 3 Schuster, 3 Wirtschaften, einen Krämer und einen Schneider. Zur Pfarrei und Post gehörte Tschoschl nach Krima. Am Dorfplatz stand eine neuzeitliche Kapelle.

Als im Jahre 1850 die Gemeinden selbständig wurden, ist auch Tschoschl zu einer Gemeinde geworden. Hundert Jahre später wurde diese Krima angeschlossen. Allmählich sind von hier auch die wenigen neuen Einwohner weggegangen und Tschoschl ist nach der zwangsweisen Aussiedlung der deutschen Bevölkerung in der 1. Hälfte der 80er Jahre erloschen.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


Stráž (Tschoschl) [jelena 3.7.2011 23:12] | Reagieren
Hájovna ve Stráži je již třetím rokem obydlena.. pokud by to bylo možne tak bych se ráda dozvěděla o této hájovně a dříve mlýnu více...velmi by mně zajimalo kdy a kým byla postavena
Re: Stráž (Tschoschl) [Pepík Vostrý 9.12.2013 14:42] | Reagieren
Postavil jsem ji já Josef Vostrý za pomocí mého otce Jiřího. Atmosféra vyhovuje, strávil jsem tam dětství. Pro větší info použijte můj e-mail, nebo skype. Děkuji, Váš Pepík
Re: Re: Stráž (Tschoschl) [sedlak 28.11.2016 08:10] | Reagieren
Můžete to upřesnit, ten mlýn tam stojí několik set let ? Kolik vám je ? Po válce tam bydlel pan Kuzbach narodilo se tam 5 dětí přistěhoval se tam z Nového Domu a později se odstěhoval do Suchdola kde i nedávno zemřel. Později tam bydlel pan Opálka. Ten to prodal chataři někde od Varů. a ten to prodal panu Zmrzlíkovy který nechtěně objekt vypálil pojištovna opravila zabavila a dala do dražby. Naproti stála do roku 1995 stodola kterou vypálili houbaři .
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