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Rodbern (Ratiboř) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Rodbern lag in einer kleinen Bodensenkung am Winteritzer Bach (Hassnitz Bach, Hassnitzbach, Dörflesbach, Massnitzbach), auf einer Seehöhe von 445 m. Es war ein typisches Dorf, wo die Bauernhöfe rund um den Dorfplatz mit einem Dorfteich und einer neuzeitlichen Kapelle standen. Der Kataster hat 174 ha gemessen und bei der Gründung des Truppenübungsplatzes wurde ein Teil ausgegliedert und zur Gemeinde Kojetitz angeschlossen. Von Kaaden war Rodbern 8,8 km in südsüdwestlicher Richtung entfernt.

Der Name Rodbern ist slawischen Ursprungs und wurde aus einem Personennamen gebildet. Die erste Erwähnung über die Existenz von Rodbern stammt aus der Saazer Urkunde aus dem Jahre 1406, wo der Ort Ratiborz genannt wird. Im Jahre 1411 war dessen Zuständigkeit zum Gut Kojetitz dargelegt. Im Jahre 1447 wird Rodbern in der Lehenstafel schon als direkter Bestandteil des Dominions Winteritz angegeben, von welchem es bis zum Jahre 1850 niemals getrennt wurde.

Anfangs des 15. Jahrhunderts bestand Winteritz aus zwei Güter und auf jedem stand eine Feste. Beide Teile erwarb im Jahre 1508 Opl von Vitzthum, der Herr von Neuschönburg. Nach der Aufdeckung seiner Betrügereien mit der Falschmünzerwerkstatt ist er aus dem Lande geflohen und sein Eigentum wurde den Schlicks von Holejč in Pfand gegeben. Im Jahre 1612 hat die Herrschaft der Graf von Thun, der berühmte Befehlshaber des böhmischen ständischen Heeres, geerbt. Nach der verlorenen Schlacht am Weißen Berg ist er aus dem Land geflohen und um sein Eigentum gekommen. Das Gut Winteritz wurde aber seiner Ehegattin zurückgegeben und die verkaufte es sofort dem Ferdinand von Nagarole. Danach haben sich die Eigentümer ziemlich schnell geändert, bis im Jahre 1664 die Winteritzer Herrschaft samt Rodbern der Graf von Losynthal erwarb. Sein Geschlecht hat hier volle 120 Jahre erfolgreich gewirtschaftet.

Als im Jahre 1654 die Herrschaft noch dem Johann von Pöttingen gehörte, lebten in „Rottmar“ nur 7 Häusler und 1 Untertan bei der Gemeinde. Wahrscheinlich ging es den hiesigen Leuten nicht besonders gut, denn die Bewertung nach der Steuerrolle aus dieser Zeit ist kurz, aber bündig: „Felder mittelmäßig, Wiesen zu wenig.“

Schaller gibt im Jahre 1787 Rodber oder Rodwern mit 20 Häusern an. Deren Anzahl hat sich bis zum Jahre 1846 nicht geändert. Zum Pfarrsprengel und später auch zur Post gehörte Rodbern nach Radonitz, zur Schule gingen die Kinder nach Kojetitz. Die nächste Eisenbahnstation war in Gestob.

Im Jahre 1850, als Rodbern eine selbständige Gemeinde wurde, gehörte die Herrschaft Winteritz, aber natürlich schon ohne Dörfer, den Lobkowitzern. Im Jahre 1868 ist aber Rodbern schon als Teil von Kojetitz angegeben, bei dem es bis zu seiner Erlöschung blieb.

Im 20. Jahrhundert waren in Rodbern eine Wirtschaft mit einem Tanzsaal, ein Lebensmittelgeschäft, eine Trafik und ein Schneider, ein Schmied, ein Wagner und zwei Schuster.

Die deutschen Einwohner wurden ab 1945 zwangsweise ausgesiedelt. Zur zweiten Aussiedlung von Rodbern kam es erst in der 3. Etappe, d. h. zum 15. 5. 1954, für die Errichtung des Truppenübungsplatzes.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


prosba o Opltovi z Fictumu [Doc.Kaspar 26.4.2006 09:22] | Reagieren
Prosim existuji nejake informace o penezokazecke dilne
Oplta z Fictumtu. Dekuji za laskavost.
Doc.Dr.Pavel Kaspar, CSc.
Re: prosba o Opltovi z Fictumu [Kaspar 26.4.2006 10:24] | Reagieren
Existuji, prosim, nejaké informace o vyznamne
historicke postave Opl z Fictumu pribl. 1535.
Diky za odpoved. Dod.Dr.Pavel Kaspar, CSc.
Re: prosba o Opltovi z Fictumu [Milan Dittrich 10.7.2012 19:17] | Reagieren
Ahoj Pavle, o Opltovi z Fictumu sice nic nevím, ale zato se mi podařilo sehnat alespoň tento kontakt na tebe. Na tvé staré emailové adrese mi to píše, že adresa neexistuje.
Z Německa jsem vyřídil tvojí zprávu panu Baierovi. To už je pár let. Prosím tě, napiš mi tvojí emailovou adresu, mám pro tebe mimořádně zajímavou zprávu z tvého oboru krystalů. Milan Dittrich. Email: Dittrich1@seznam.cz
Telefon: 773 181 683.
Zdeně jsem ještě nepsal, protože nevím, zda tvojí novou adresu má. Milan
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