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Schimberg (Podhůří) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Schimberg, früher tschechisch Šimperk, später Podhůří. Der Ort lag in unmittelbarer Nähe der Ortschaft Hohenofen, in halber Entfernung zwischen Görkau und Schloss Eisenberg auf einer Seehöhe von 310 m. Der Kataster maß 614 ha. Die Ansiedelung hieß ehemals Schönberg - manchmal auch Schönburg. Die neue tschechische Bezeichnung wurde von der Lage des Ortes im Gebirgsvorland abgeleitet und wurde 1950 eingeführt.

Im Jahre 1967 wurde im Kataster Schimberg auf einer Seehöhe von 660 m eine Ansiedlung aus der Knovitzer Kultur entdeckt. Weil sich diese Bergsiedlung nicht für den Ackerbau eignete, ging es wahrscheinlich um Bergbautätigkeit.

Über die Entstehung der späteren Ansiedlung Schimberg gibt es keine konkreten Nachrichten. Auch nach dem Jahre 1542, als es die erste bekannte Nachricht über Schimberg gab, gibt es nur geringfügige Erwähnungen in verschiedenen Schriften. Aus ihnen geht hervor, dass der Ort z. B. 1579 zur Herrschaft Seestadtl gehörte, nach der Schlacht am Weißen Berge kaufte das Dorf Wilhelm der Jüngere von Lobkovic und gliederte es seiner Herrschaft Neundorf - Eisenberg an.

Im Jahre 1654 lebten hier 5 Bauern und 11 Häusler und der Theresianische Kataster vom Jahre 1748 spricht über Schimberg von 2 Mühlen mit je einem Mühlrad - die obere und die untere Mühle - und von einem Zimmermann. Im Jahre 1787 gab es im Orte 22 Häuser.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Schimberg einen hufeisenförmigen Dorfplatz und strahlenförmig angeordnete Hoffelder. Der Kataster maß 111 ha. Das ganze Gebiet war gegen Norden durch das Gebirge geschützt, gegen Süden war es offen was gute Bedingungen für Landwirtschaft und Obstbau ergab. Auch die Imkerei war hier verbreitet. Schimberg aber lag im Görkauer Kohlenbecken und der erste Schacht wurde hier in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts angelegt. Die hier geförderte Kohle diente als Heizmaterial für die Schimberger Alaunhütte und wahrscheinlich auch für das Eisenwerk in Hohenofen. Der Abbau von „Alaunschiefer“ in Schimberg hatte keine große Bedeutung, genau wie der Eisenerzabbau im NW der Ortschaft.

Ein intensiverer Bergbau entwickelte sich hier erst im 19. Jahrhundert. In den 40. Jahren waren die Karls Zeche und der Nathalien-Stollen im Betrieb. Im Jahre 1836 wurde in Schimberg auch ein Gebäude errichtet, in dem Pumpen für die Wasserhaltung auf den nahen Schächten installiert waren. Ende der 50. Jahre des 19. Jahrhunderts wurde der Betrieb des Karl-Schachtes wegen eines Wassereinbruches stark beeinträchtigt und schließlich musste er eingestellt werden.

In den ehemaligen Pumpenhäusern wurden eine Baumwollspinnerei und später eine Dreherei eingerichtet. Ende der 50er Jahre wurde hier eine Papiererzeugung eröffnet. Kurz darauf aber brannte sie nieder und die Gebäude blieben leer bis zum Jahre 1870, da sie für eine Wattefabrik umgebaut wurden.

In Schimberg gab es genügend Brunnen, den Bach und 2 Teiche - einen kleinen und unterhalb des Dorfes einen großen, der durch das Absumpfen eines verlassenen Schachtes entstand. Weil er aber einen nur kleinen Zufluss hatte trocknete er in der Hälfte des 19. Jahrhunderts aus. In den Jahren 1902-04 ließ Fürst Moritz von Lobkowitz halb auf Schimberger, halb auf Eisenberger Grund am Dorfbach eine Talsperre errichten, die ihm zu Ehren die Moritztalsperre genannt wurde. Heute wird sie Eisenberger Talsperre genannt. Sie diente der Wasserversorgung von Kunnersdorf mit dem Ortsteil Hütte, Eisenberg, Seestadtl und Holtschitz.

Ende des 19. Jahrhunderts lebten in Schimberg nur Deutsche, in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts lebten dort auch 4 Tschechen.

Im Jahre 1979 wurden die Einwohner des Dorfes umgesiedelt, das Dorf wurde amtlich aber erst zum 1. 9. 1990 gelöscht.

Bedeutendere Kunstgegenstände gab es nicht im Ort, nur ein spätbarockes Kirchlein, vom Jahre 1775 das im Jahre 1893 erweitert wurde.

Eingegeben: 15.4.2005



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