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Petersdorf (Petrov) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Petersdorf lag am Petersdorfer Bach (bei Sommer Säuerlingsbach und bei Seiner Lohnbach genannt), 7 km von Duppau entfernt, auf einer Seehöhe von 460 m. Sein Kataster hatte 661 ha. Es war ein sich in die Länge ziehendes Dorf und unter dem Dorf entsprangen die der Gesellschaft Mattoni gehörigen Mineralwasserquellen.

Petersdorf entstand im 13. Jahrhundert - im Jahre 1273 hat das Frauenkloster in Doxan nicht nur Totzau, sondern auch Petersdorf behalten. Die älteste Geschichte von Petersdorf ist mit der Herrschaft Welchau, später, noch im Jahre 1545, mit der Herrschaft Hauenstein verbunden. Im nächsten Jahr ist Petersdorf schon im Kaufvertrag des Grafen von Leisnek und seiner Tochter Brigitte angegeben. Hiermit gehörte das Dorf zur Herrschaft Duppau, bei der es bis zum Jahre 1850 geblieben ist, auch obwohl sich die Besitzer änderten.

Nach der Steuerrolle lebten im Jahre 1654 in Petersdorf 12 Bauern, wovon 4 eine Einradmühle besaßen und einer davon auch einen Ausschank hatte, weiter 2 Häusler, 2 Gärtner und 7 bei der Gemeinde. Die Schlussbewertung der Steuerrolle lautet: „Dieses Dorf an Gebäuden gut, mit Kornfeldern, wenig Wiesen ... vom Vieh ernährt, Holz wird von der Obrigkeit gekauft, Bretter und Schindel werden gemacht, zum Verkauf gefahren, für den Rückweg wird Getreide aufgeladen und verkauft.“

Sommer führt im Jahre 1847 nur noch 3 Mühlen und ein Herrenwirtshaus an. Er erwähnt aber die Schule nicht, die hier im Jahre 1829 eröffnet wurde.

Als im Jahre 1850 die Gemeinden selbständig geworden sind, wurde auch Petersdorf zur Gemeinde, aber in den Jahren 1868 - 1880 war es eine Ortschaft von Totzau im Bezirk Kaaden, danach erneut selbständige Gemeinde. Im Jahre 1939 wurde es im Deutschen Reich in den Bezirk Karlsbad übertragen, aber im Dezember 1945 wird es erneut im Bezirk Kaaden angegeben. Mit dem Pfarrsprengel, dem Gesundheitswesen und der Post gehörte es zum 3,5 km entfernten Welchau, die Gendarmeriestation hatte es in Saar. Im Jahre 1914 gab es im Dorf 11 größere Bauernhöfe, 2 Wirtshäuser, 2 Geschäfte, ein Geschäft mit Obst und Holz, eine Trafik. Von den Handwerkern arbeiteten hier 2 Maurer, 2 Zimmerleute, 2 Schneider, ein Schuster, ein Tischler. Das Adressbuch aus dem Jahre 1924 führt außerdem eine einklassige Schule und die Gesamtanzahl der Bauerngutsbesitzer - 29 an.

Im Jahre 1924 wird auch ein Tscheche angegeben. Zum 15. 6. 1953, d. h. in die 1. Aussiedlungsetappe wurde auch Petersdorf eingereiht, da es der Errichtung des Truppenübungsplatzes zum Opfer fiel, nachdem schon ab 1945 die deutsche Bevölkerung zwangsweise entfernt worden war.

Eingegeben: 15.4.2005



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