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Klein Spinnelsdorf (Malá Lesná) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Klein Spinnelsdorf lag 7 km westsüdwestlich von Kaaden auf einer Seehöhe von 570 m. Die Gemeinde durchfloss der Spinnelsdorfer Bach, der 0,6 km nordöstlich von Groß Spinnelsdorf entsprang und bei Raschau in die Eger mündete. Er wurde auch Schönhofer Bach (Leskaubach) genannt. Neun Güter von Klein Spinnelsdorf waren frei auf der nördlichen Lehne der Hühnerkoppe gelegen. Das Dorf war von drei Seiten geschützt, nur nach Norden war es den kalten Winden ausgesetzt. Im Dorfe gab es auch eine kleine Kapelle.

Klein Spinnelsdorf wurde immer im Zusammenhang mit dem nahen Groß Spinnelsdorf erwähnt. Beide Dörfer wurden zur Zeit der deutschen Kolonisation der Herren von Egerberg im Laufe des 12. und 13. Jh. gegründet. Klein Spinnelsdorf wird erst im Jahre 1460 urkundlich in der Landtafel belegt, als die Ilburger die Herrschaft Egerberg an Boss von Fitztum verkauften. Im Januar 1557 erwarben die Herrschaft die Lobkowitzer. Im Jahre 1572 ließ Gottlob Felix von Lobkowitz, Herr auf Komotau, Litschkau und auch auf Egerberg für seine Herrschaft das Urbar einrichten, in dem die Pflicht aller Dörfer genau festgestellt wurde. Für Klein Spinnelsdorf folgten daraus folgende Pflichten: Die Bewohner, die die Felder von einer und Dreiviertel Hube bewirtschafteten, hatten 4 Schock 35 Gr. und 4 Den. abzugeben, 12 Tage Grashauen zu leisten, 2 Tage im Weinberg, im Hopfengarten und in der Mähzeit zu arbeiten, und 4 Tage zu ackern.

Beide Dörfer wurden auch in der Urkunde, die im Jahre 1591 den Verkauf der Herrschaft an Linhart Stampach von Stampach bestätigt, mit folgenden Worten erwähnt: „..... das Schloss Egerbergh ..... das Dorf Sspilesdorf wietssj y menssj“. Nach der Schlacht auf dem Weißen Berge verloren die Steinbacher ihre Güter wegen ihrer Teilnahme am Ständeaufstand und im Jahre 1623 kaufte die konfiszierte Herrschaft Egerberg der Herr Christoph Simon von Thun und reihte sie in seine Herrschaft Klösterle ein, die er ebenso aus den Konfiskaten käuflich erwarb. Klein Spinnelsdorf blieb ein Teil dieser Herrschaft bis zum Jahre 1850, als es Ortsteil Groß Spinnelsdorf wurde. In den Jahren 1868 - 1924 waren beide Dörfer Ortsteile Merzdorfs und nach dem Jahre 1924 wurde das Klein Spinnelsdorf ein Teil von Groß Spinnelsdorf. Die Benennung Lesná wurde erst seit Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts genutzt. Noch im Register der Gemeinden in Böhmen zum Dezember 1945 wurde der Name Spinnelsdorf angegeben.

Schaller als auch Sommer führen an, dass Klein Spinnelsdorf zur Fideikomisherrschaft Klösterle gehörte. Nach Schaller (1787) gab es im Dorfe 7 Konskriptionsnummern, nach Sommer (1846) gab es dort 8 Häuser und 35 Bewohner und das Dorf war eine viertel Stunde von Groß Spinnelsdorf entfernt.

Das Kaadener Adressbuch vom Jahre 1914 gibt an, dass es in Kleinem Spineisdorf 9 Häuser und 50 Bewohner gab und dass nur ein Gut etwas größer war. Die Schule, Pfarrei und Post waren in Redenitz.

Die nächstliegende Eisenbahnstation war in Klösterle an der Eger, d. h. 7,5 km entfernt.

Die zwangsweise Aussiedlung der deutschen Bevölkerung erfolgte im Anschluss an das Kriegsende im Jahre 1945.

Zur Aussiedlung der Ortschaft Klein Spinnelsdorf kam es in der 3. Etappe, d. h. zum 15. 5. 1954.

Eingegeben: 15.4.2005



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