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Körbitz (Krbice) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Körbitz befand sich etwa 6 km südwestlich von Komotau auf einer Seehöhe von rund 330 m. Unmittelbar entlang des Nordwestrandes des Ortes verlief die Eisenbahnlinie von Komotau nach Eger (Cheb).

Wie ein Großteil der Orte der Umgebung, so hatte auch Körbitz eine verhältnismäßig alte und reichhaltige Geschichte. Der Ortsnamen war vom Personennamen Krb abgeleitet- also soviel wie Krb´s Leute. Die Formen der Namensschreibung haben sich mit der Zeit geändert und zwar durch den deutschen Einfluss in dieser Gegend.

Es gab Bezeichnungen, wie Kurbicz, Kurwicz, Kerwicz und schließlich Körbitz. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt zwar aus dem Jahre 1344, im Zusammenhang mit der Erwähnung der Kirche als Filialkirche des nahen Deutsch Kralupp, aber der Ort entstand wahrscheinlich früher - um die Jahrhundertwende vom 13. zum 14. Jahrhundert. Er war damals wohl ein Lehensgut der Schönburger.

Später kam Körbitz in den Besitz der Herren von Weitmühl. Den Ort brachte Benigna, die Ehefrau Beneschs von der Weitmühl mit in die Ehe. Sie war die Tochter des Jan Calta von Kamenná Hora und Rabstein. Benesch war der Besitzer der Herrschaft Komotau. Eine weitere Erwähnung des Ortes Körbitz ist erst aus dem Jahre 1490, wo Körbitz zusammen mit Malkau und Naschau als Besitz des Bohuslav des Hassensteiners von Lobkowitz angeführt wird. Die Lobkowitze ließen dort nach dem Jahre 1570 einen neuen Meierhof mit einem einfachen Herrenhaus im Renaissancestil erbauen. Im Jahre 1589 wurde Georg Popel von Lobkowitz Besitzer des Lehensdorfes Körbitz, samt Hof, Feldern, Zahlungen und allem Zubehör. Aber schon 5 Jahre danach fiel er beim Kaiser in Ungnade und das gesamte Eigentum wurde ihm konfisziert. Die Krone verkaufte im Jahre 1606 Körbitz dem Linhart Steinbach von Steinbach, der es zu seiner Hagensdorfer Herrschaft hinzufügte. Bei dieser Herrschaft verblieb Körbitz auch, als nach der Schlacht am Weißen Berge die Herrschaft beschlagnahmt wurde und im Jahre 1623 an die Familie Martinitz verkauft wurde.

Die Steuerrolle, die die Anzahl der Untertanen und den Besitzstand im Jahre 1654 erfasste, führte in Körbitz (Krbice) 8 Bauern, 19 Häusler und 4 Untertanen sogen. Gemeindeuntertanen an. Das Urbar der Herrschaft, das 1678 angelegt worden war, vermerkt im Dorfe nur 28 Namen und einen freien Ausschank, der verpflichtet war, das Bier aus dem herrschaftlichen Brauhaus zu beziehen.

Im Laufe der Jahrhunderte begegnete Körbitz so manches Unglück. Die Gemeinde erfuhr Not, Feuersbrünste, Plünderungen durch sächsische und preußische Truppen und andere Schwierigkeiten, wie z. B. Hagelschlag im Jahre 1763, der die Ernte vollständig vernichtete. Ein Jahr darauf brannte fast das ganze Dorf nieder. Der Brand veranlasste die Erneuerung der 42 abgebrannten Häuser aus nicht brennbarem Material.

Die Katastertaxation aus dem Jahre 1842, im Jahre 1856 aktualisiert, stellt Körbitz als Dorf mit einer denkwürdigen Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die im Jahre 1769 neu errichtet wurde, und mit einer Pfarrei, Schule und einem Wirtshaus und 48 Häuser von denen 7 einstöckig sind. 41 Häuser sind ebenerdig, 2 haben Ziegeldächer, 4 Schindeldächer und 41 haben Strohdächer, dar. Die Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude sind vorwiegend aus Stein gemauert, aus Holz ist nur 1 Häuschen. Im Dorfe lebten damals 242 Einwohner in 56 Familien, 34 Familien betrieben ausschließlich Landwirtschaft.

Zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Körbitz ein Braunkohlenschacht angelegt, der in den Jahren 1900 - 1901 abgeteuft wurde. Er befand sich etwa 1 km nördlich des Dorfes, trug den Namen Rafael und wurde 1945 auf Václav umbenannt. Der Schacht ging 1917 in den Besitz der Poldihütte Kladno über. Von dieser Zeit an hatte die Förderung steigende Tendenz. Der Förderschacht war rund 120 m tief, befand sich in der Nähe der Eisenbahn. Ursprünglich waren dort 50 Personen, später dann über 200 Personen beschäftigt. Die Kohle diente fast ausschließlich dem neu erbauten Zweigwerk der Poldihütte in Komotau. Im Jahre 1943 löste eine Schwebeseilbahn, die vom Schacht über Sporitz in die Poldihütte führte, die bisher betriebene Schmalspureisenbahn von Körbitz über Tschernowitz, Neu Sporitz zur Kohlenverladestelle in Oberdorf, ab. Der Schacht war seit seiner Entstehung bis zum Jahre 1917. Im Besitz der Braunkohlengewerkschaft Raphaeli, dann bis 1945 gehörte er der Poldihütte in Kladno und nach dem 2. Weltkrieg ging er zum Konzern SHD in Brüx über. Im Jahre 1960 wurde der Betrieb eingestellt und die Gebäude übernahm die örtliche Landwirtschaftliche Genossenschaft. Im Jahre 1930 lebten hier vorwiegend deutsche Einwohner, nur 5 Tschechen. Nach der Betriebseinstellung am Schacht Václav kam es im Jahre 1961 zu einer rapiden Abwanderung der Bevölkerung.

Im Jahre 1976 erhielt das Gemeindeamt in Körbitz den Entscheid über die Bausperre in Folge des geplanten Abrisses einiger Ortschaften wegen fortschreitender Bergbautätigkeit. Körbitz sollte 1997 aufgelassen werden, aber wegen der dauernd sich verschlechternden Lebensbedingungen wurde im Oktober der vorzeitige Abriss der Gemeinde durch den Rat des Kreises (ONV) beschlossen. Zu jener Zeit war Körbitz ein ganz schmuckes Dorf mit 47 Hausnummern (NC), wovon 36 in Privatbesitz waren. Das Gasthaus, das Schulgebäude, die Sportkabinen, das Feuerlöschdepot und der Kaufladen waren Eigentum der Gemeinde. Im Besitze der Landwirtschaftlichen Genossenschaft (JZD) waren außer den Stallungen und Scheunen bei einigen Häusern auch ein neuerer Schweinestall und ein Schuppen aus Stahlkonstruktion. Die Kirche funktionierte noch und war im Besitz der katholischen Kirche.

Die Steinplastiken aus Körbitz wurden in den Kataster Platz und dessen Ortsteile übersiedelt und zum 10. 2. 1983 wurde die Gemeinde aufgelöst.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


O Krbicích podrobnìji [Jan Kemr 26.4.2016 16:28] | Reagieren
V roce 1546 jsou Krbice uvádìny v majetku rodu Kermerù, po povýšení do vladyckého stavu v roce 1549 s predikátem
"z Velikého Kyrbice" V roce 1568 jsou již Krbice uvádìny v majetku pánù z Veitmile. Velmi podrobnì je historie Krbic popsána na www.Kemrove.unas.cz JK
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