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Koslau (Kozlov) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Koslau war eine Ortschaft der Gemeinde Oleschau. Es lag in der Talenge, die sich gegen Süden öffnete, auf einer Seehöhe von 550 m. Sein Katastralgebiet nahm eine Fläche von 257 ha ein. Koslau lag 3,5 km nordnordwestlich von Duppau und ungefähr eine Viertelstunde Fußweg nördlich von Oleschau. Die Häuser standen frei entlang der Straße und des Baches. Es gab dort keine Kapelle, sondern nur einen Glockenstuhl im Gemeindehaus, wo die hier wohnhaften Gemeindearmen dreimal täglich die Glocke läuteten.

Nach Th. Schütze ist der Ortsnamen slawischer Herkunft und die erste Erwähnung des Dorfes ist in den Gerichtsakten III. zum Jahre 1398, als das Dorf ein gewisser Kozel besaß, der Besitzer und höchstwahrscheinlich auch der Gründer dieser Gemeinde war. Das Dorf wurde urkundlich auch in den Jahren 1402, 1413 und 1544 belegt, da es zum ersten Mal als ein Teil der Herrschaft Saar erwähnt wurde. Zwei Jahre danach kaufte den größeren Teil von Koslau der Graf von Leisnek mit seiner Tochter Brigitte und gliederte ihn in die Duppauer Herrschaft ein. Im Jahre 1625 war in Koslau die Pest ausgebrochen, an die 17 Leute starben.

In der Steuerrolle wurden im Jahre 1654 in Koslau unter der Herrschaft Duppau 6 Bauern, 2 Häusler, von denen einer als Glaser arbeitete, und 2 sog. Gemeindeutertanen, von denen einer als Weber arbeitete, ausgewiesen. Zur Herrschaft Saar gehörten 2 Bauern. Die Steuerrolle sagt über das Dorf, dass sich die Häuser im guten Zustande befanden, dass es hier Kornfelder, Wiesen gab. Den wesentlichen Lebensunterhalt der Bewohner bildeten Viehzucht, die Herstellung von Schindeln und Fässern, die aus herrschaftlichem Holz hergestellt wurden und in Saaz und Laun verkauft wurden.

Schaller (1785) und Sommer (1847) geben in ihren Topographien an, dass Koslau ein Teil der Alodialherrschaft Duppau ist, und dass nur 3 Häuser zur Herrschaft Saar gehörten. Sommer fügt noch bei, dass eine halbe Stunde westlich vom Dorfe das landwirtschaftliche Gut, das sog. Glaserhaus, liegt.

Im Jahre 1850, als Koslau für kurze Zeit eine selbständige Gemeinde wurde, lebten hier nur Einwohner deutscher Nationalität. Seit dem 1868 gehört Koslau als Ortsteil schon ständig zur Gemeinde Oleschau. Die Einwohnerzahl verminderte sich, obwohl sich die Anzahl der Häuser nicht änderte. Die Kinder besuchten die Schule in Oleschau, wo es auch eine Pfarrei, Post und Eisenbahnstation gab.

Zur Zeit der 1. Republik gab es in Koslau 15 größere Güter, 2 Wirtshäuser, ein Gemüsegeschäft, ein Buttergeschäft, eine Tabaktrafik, einen Schuster und einen Tischler - alles Übrige gab es in Oleschau. Zu Koslau gehörte auch der Einödhof Hauensteiner, der 1,7 km nordwestlich von der Gemeinde entfernt war. Im Jahre 1930 lebten noch 8 Bewohner.

Zur Aussiedlung von Koslau kam es in der 1. Etappe, d. h. zum 15. 6. 1953.

Eingegeben: 15.4.2005



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Koslau [Irena 21.6.2010 18:02] | Reagieren
Geehrte Besucher, ich suche Familie Endisch aus Koslau. Meine Mutter (83 Jahre)ist in Familie Endisch geboren.
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