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Ulmbach (Jilmová) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Ulmbach befand sich nordwestlich von Sebastiansberg am rechten Ufer des Baches Schwarzwasser, der die Grenze mit Deutschland bildete. Die Seehöhe des Ortes war ca 800 m und dessen Kataster maß 697 ha.

Die älteste schriftliche Erwähnung über die Existenz von Ulmbach besteht erst aus dem Jahre 1557 in dem Komotauer Privilegium, mit dem Jan von Veitmile seinem Förster Kryštof Wolf für erwiesene Dienste außer anderem auch das Gasthaus in Ulmbach verliehen hat. Diesem Gasthaus gab er das Recht Bier zu kochen und auszuschenken, zu Backen, Vieh zu schlachten und eine Schmiede zu besitzen, Getreide zu mahlen, ein Sägewerk zu besitzen und für den Antrieb aus dem Bach das Wasser frei zu nutzen. Weiter konnte er für eine Gebühr von 6 Schock im Wald sein Vieh frei weiden.

Ulmbachs Geschichte reicht aber nachweisbar in bedeutend frühere Zeiten, in das 13. Jahrhundert. Die archäologische Forschung aus den Jahren 1985-9 enthüllte vor Ort an drei Standorten Überreste mittelalterlicher Glashütten aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Es handelt sich um die bisher ältesten bekannten Glashütten im gesamten Bereich des Erzgebirges. Hier wurde Glas in feinen Schattierungen in grüner und grüngelber Farbe hergestellt. Wie lange hier aber produziert wurde, konnte man bisher nicht feststellen.

Ein weiterer Bericht über Ulmbach stammt aus dem Jahre 1583, wann Bohuslav Jáchym von Lobkowitz und auf Hassenstein, der Herr von Komotau, dem Kryštof Wolf in voller Fassung das Veitmilische Privilegium bestätigte. Außerdem bewilligte er ihm 3 kleine Häuser für an diesem entlegenem Ort arbeitende Holzfäller. Wolf hatte aber auch die Pflicht, im Bedarfsfall 10 Stück herrschaftliches Vieh zu weiden.

Dieses freie Gut kaufte mit allen Freiheiten und Zubehör in der Hälfte des 17. Jahrhunderts Jeremiáš Henel, auch Hönel oder Hainl geschrieben und der Kaiser hat ihm das Gut und das Gasthaus sofort bestätigt. In der Urkunde ist weiterhin angegeben, dass Ulmbach früher zur Herrschaft Komotau gehörte und nun zur Herrschaft Preßnitz zugehörig ist und dass zum Gut eine Mühle, ein Sägewerk, 3 Häuser, freier Fischfang und Weiden gehören. Weiter wird in der Urkunde gefordert, dass man hier für Fuhrmänner und Händler, die hier auf ihrem Weg über Ulmbach nach Wolkenstein übernachten möchten, sorgen soll.

Im Jahre 1686 kaufte dieses freie Gut die Stadt Komotau und seit dieser Zeit wurde es von dem Großgrundstück Schönlind, das zu Komotau gehörte, verwaltet. Im Jahre 1784 hatte Ulmbach schon 13 Häuser und in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Grundstück von diesem Gut an die hiesigen Ansässigen verkauft.

Die Klimabedingungen waren in Ulmbach immer sehr rau, im Winter gab es bis 4 Meter Schnee, im Sommer wieder starke Gewitter. Für die Landwirtschaft gab es hier wirklich schlechte Bedingungen und die Viehzucht war nicht rentabel. Das Wasser wurde ins Dorf durch Rohre von der Quelle geleitet, die südlich vom Dorf quillt. Binnen des 18. Jahrhunderts förderte man bei Ulmbach im Schacht Černý hřebec Eisenerz, aber dieses Erz war nicht qualitätsvoll und der Schacht war oft außer Betrieb.

Eine Schule gab es in Ulmbach seit dem Jahre 1877. Früher besuchten die Kinder die Schule in Reizenhain, aber im Winter musste der dortige Lehrer 3x wöchentlich nach Ulmbach laufen, um die Kinder in verschiedenen Häusern zu unterrichten. Oftmals war es wegen mächtigen Schneestürmen nicht möglich.

Das Pfarrhaus gehörte zu Sebastianberg, wo auch der Friedhof für Ulmbach war. Später war dort für Ulmbach auch die Post, die Gendarmerie, der Arzt und die Apotheke. In Ulmbach gab es auch ein sog. Niederes Zollamt II. Klasse. Das Dorf war sehr schlecht zugänglich, kein Bus ist hierher gefahren und überall musste man zu Fuß laufen. Die Eisenbahnstationen waren über eine Stunde zu Fuß entfernt, ob man schon nach Reizenhain oder Krima ging. Etwa 0,5 km nördlicher Richtung vom Ort entfernt stand am Waldrand am Wassergraben des Baches Schwarzwasser eine Mühle, wo im Jahre 1930 noch 5 Menschen wohnten.

Im Jahre 1850 ist Ulmbach eine selbständige Gemeinde geworden. Die zwangsweise Aussiedlung nach dem Krieg hat das Dorf entvölkert und wenn man auch 21 Tschechen im September 1945 angegeben hat, binnen fünf Jahren blieb nur die Familie des Försters Herrn Petržaly. Als aber seine Kinder ins Schulalter kamen, ist auch er nach Sebastiansberg umgezogen und das Forsthaus ist immer mehr eingefallen. Heute befindet es sich schon in einem desolaten Zustand.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


Elektřina v Jilmové [Jarda 6.9.2006 14:26] | Reagieren
Jilmová - Hájenka měla elektrickou přípojku z Ulmbachu. V šedesátých letech se několikrát stalo, že němci elektřinu vypli a dělali se znovuzapnutím potíže. Jako funkční protiobrana se ukázalo zajet do Pohraniční a tam zavřít vodu na českém vodovodu, který zásoboval mimo pár zbylých chalup též německý Reitzenheim. Pak došlo k rychlé obnově.
Kdo znal pana Petrželu, ví že ... [Myrek 22.11.2006 10:05] | Reagieren
... vždycky kouřil portorika nebo krátké. Vyprávěl mi kdysi, že se u potoka mezi Jilmovou a Reitzenhainem sekala ještě po válce nějaká speciální tráva na vycpávky matrací a čalouněného nábytku.
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