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Hermersdorf (Heřmanov) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Hermersdorf lag 4 km nordwestlich von Duppau entfernt, in einem kleinen Tal, auf einer Seehöhe von 660 m. Der Kataster von Hermersdorf hatte ein Ausmaß von 232 ha.

Über die älteste Geschichte von Hermersdorf sind keine Angaben erhalten geblieben. Erst im Jahre 1544 ist es als „Hermstorf“ mit Zoll in der Eintragung der Erbschaft von Anna, der Tochter des verstorbenen Nikolaus von Saar, in den erneuerten Landtafeln angegeben. Zur Herrschaft Saar musste also Hermersdorf schon vor dem Jahre 1544 gehört haben und bei dieser blieb bis zum Jahre 1850, als es zu einer selbständigen Gemeinde wurde. In den Jahren 1861 - 1880 war es zwar eine Ortschaft von Totzau, in den weiteren Jahren aber wieder eine selbständige Gemeinde.

Die Zeitperiode des Dreißigjährigen Krieges ist dem Dorf schicksalhaft geworden. Nach dem Buch der Verstorbenen aus dem Duppauer Pfarrhaus starben in Hermersdorf im Jahre 1625 an der Pest 71 Menschen. Das Dorf ist damit praktisch ausgestorben und wurde später von fremden Menschen besiedelt.

Die Steuerrolle aus dem Jahre 1654 gibt hier aber schon 11 Bauern an, wovon 1 auch Zimmermann war und nur 1 Grund war noch öde. Weiterhin wohnten hier 2 Häusler und 1 auf der Gemeinde. Die Häuser waren damals gut, hatten genügend Wiesen und Kornfelder und „ihr Broterwerb stammte vom Vieh und Felder“.

Nach Schaller gab es im Jahre 1785 in Hermersdorf 29 Häuser, nach Sommer schon 36 Häuser. Dieses Dorf gehörte zum Pfarrsprengel Totzau. Schaller gab aber Hermersdorf irrtümlich bei der Herrschaft Duppau an, zu der es niemals gehörte, der Ort war immer ein Teil der Saar er Herrschaft.

Zwischen Hermersdorf und Totzau stand am 776 m hohem Legerberg die sog. Kudlichwarte und das Kudlichdenkmal. Die Warte wurde im Jahre 1933 an der Stelle der alten Warte vom Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Dr. H. Kudlich war Abgeordneter des Reichstages, der unter anderem auch den Entwurf für die Untertänigkeitsaufhebung formulierte. Er hatte deshalb in Nordböhmen ziemlich viele Denkmäler, die bis heute als Sehenswürdigkeiten geschützt sind.

Nach dem Adressbuch aus dem Jahre 1914 gehörte Hermersdorf mit dem Pfarrsprengel und der Post zu Totzau, die nächste Eisenbahnstation gab es in Oleschau. Dort gab es damals 9 größere Bauernhöfe, eine Wirtschaft, 2 Läden mit Lebensmitteln, eine Trafik, einen Fleischer, einen Laden mit Eiern und Butter, sowie 3 Zimmermänner und 3 Maurer arbeiteten dort.

Das Adressbuch aus dem Jahre 1924 gibt außerdem eine einklassige Schule und die Gesamtzahl von Landwirten - 28 an.

Ab 1945 kam es zur zwangsweisen Aussiedlung der deutschen Bevölkerung und nachher erfolgte Besiedelung durch tschechische Einwohner.

Die spätere Aussiedlung von Hermersdorf erfolgte gleich in der 1. Etappe, d. h. zum 15. 6. 1953, wegen Errichtung eines Truppenübungsplatzes.

Eingegeben: 15.4.2005



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